Themenwelt Jackfruit

Einblicke in die Geschichte, Mythen und der heutigen Verwendung von Lotaos Jackfruit

Jackfruit – Die sensationelle Entdeckung

Die Jackfruit ist eine Frucht, welche zur selben Familie wie die Maulbeere und die Feige gehört. Außen ist sie hart und stachelig, innen jedoch zart und süß. Sie ist ein wahrer Gigant und die größte Baumfrucht der Welt. Obwohl neue Jackfruit-Produkte wie aus dem Nichts erscheinen, ist sie, historisch gesehen, seit geraumer Zeit ein wichtiges, traditionsreiches Wirtschaftsgut in Südasien. Sie wird dort als sichere, verlässliche Nahrungspflanze geschätzt und ist eine beliebte Zutat diverser traditioneller Gerichte. Die kulinarische Verwendungsmöglichkeit der Jackfruit wird durch die Vielzahl an Unterarten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten geerntet werden können, deutlich erhöht.


Green Jackfruit vs. reifer Jackfruit

Bei der Unterscheidung von Jackfruit-Produkten ist der Erntezeitpunkt ein wichtigerer Ausschlaggeber als die Unterart. Es wird zwischen unreifer Jackfruit (Green od. Young Jackfruit) und reifer Jackfruit unterschieden. Die unreife Jackfruit wird frühzeitig geerntet. Sie hat zwar noch keinen süßen Geschmack entwickelt, dafür ist ihr Fruchfleisch sehr gabelzart und erinnert an pulled pork. Diese einzigartige Konsistenz macht sie als Fleischalternative unter Veganern, weltweit beliebt.

Die Eigenschaften der reifen Jackfruit könnten kaum unterschiedlicher sein. Sie hat eine knackige Konsistenz und einen starken süßlichen, fruchtigen Geschmack, der oft mit Ananas und Bananen verglichen wird. Diese Version der Jackfruit wird meistens roh oder in Form von Chips genossen. In jeder Hinsicht dient sie als leichter, exotischer Snack, der von vielen Obstliebhabern verköstigt wird.


Jackfruit ist nicht gleich Jackfruit – Lotaos Jackfruit und warum sie einzigartig ist

In Lotaos Onlineshop sind sowohl Bio-Produkte der unreifen, als auch der reifen Jackfruit erhältlich. Die unreife, gabelzarte Jackfruit gibt es in vier Zubereitungen. Jackfruit (Natur) ist eine unverarbeitete, ungewürzte Version, die es Ihnen ermöglicht in der Küche kreativ zu werden. Dann gibt es noch drei Versionen als Fertiggerichte (Curry, Teriyaki und Gulasch), mit denen Sie ein herzhaftes Jackfruit-Gericht in Minuten zaubern können. Die reife Jackfruit ist in Form von Chips erhältlich und bietet einen idealen, exotischen, leichten Snack für zwischendurch.


Lotaos Wahl: Die traditionsreiche Nangka Salak

Groß, glänzend gelbes Fruchtfleisch und fruchtig duftend. Das haben viele im Kopf, wenn sie etwas über unseren genoppten Kumpanen lesen. Doch die Jackfruit hat beachtlich viele Unterarten, die zeigen, dass Jackfruit nicht gleich Jackfruit ist. Klein, stinkend oder sogar rotes Fruchtfleisch. In Indonesien findet man eine Vielzahl an interessanten Jackfruit-Variationen, die es, im Gegensatz zu unserer knusprigen Nangka Salak nicht nach Europa schaffen. Die aus West Borneo stammende Red Jackfruit ist für ihr üppig rotes Fruchfleisch bekannt. Nangka Cempedak ist eine Sorte die wie Durian stinkt. Der Mini Jackfruit-Baum wird nur ca. 4 Meter hoch, aber trägt schon nach 9 bis 12 Monaten kleine Früchte. Nangka Celeng ist eine javanische Art, deren Früchte sehr niedrig wachsen und oft sogar den Boden berühren. Dadurch ist sie bei den heimischen Wildschweinen sehr beliebt. Bei den Menschen ist jedoch die Nangka Salak mit Abstand am begehrtesten. Sie ist ein Klassiker aus Zentraljava und wird dort schon seit Jahrzehnten unverändert angebaut. Ihre knackige Konsistenz und ihr ausgeglichener Geschmack machen sie zum idealen Rohprodukt unserer Jackfruit-Chips.


Nachhaltige Produktionsbedingungen – biologische Mischkultur

Lotaos Nangka Salak wird von  einer rein biologischen Bauernkooperative in Banjarnegara angebaut. Eine sehr dicht bewachsene und naturbelassene Region Zentraljavas. Die Produzenten und Exporteure von Lotaos Bio-Jackfruit sind nicht nur durch die indonesische Regierung zertifiziert, sondern auch von der EU sowie der amerikanischen USDA ausgezeichnet, die für ihre strikten Regulierungen und Kontrollen bekannt sind. Die Bauern bauen die Jackfruit zusammen mit anderen Nutzpflanzen in einer Mischkultur an. Dadurch schaffen sie ein Ökosystem, bei dem Mensch, Flora und Fauna im Einklang miteinander leben. Diese Lebensvielfalt sorgt im Ökosystem für ausreichend Stabilität. Die Nährstoffgehalt des Bodens bleibt stabil und die Vielzahl an Spezien sorgt für ausreichend Resistenz gegen Schädlinge. Dass man auf Pestizide und chemische Dünger verzichten kann, erleichtert wiederum die Bedingungen des biologischen Anbaus.


Ausgefeilte und nachhaltige Konservierung – Wenig Öl, und Palmöl schon gar nicht!

Um sicherzugehen, dass die einzigartigen Qualitäten unserer Jackfruit-Produkte auch bis Europa erhalten bleiben arbeiten wir mit einem ausgefeilten Konservierungsprozess. Lotaos Jackfruit-Chips werden sorgsam luftgetrocknet um die Farbe, das Aroma und die Nährstoffe möglichst gut zu erhalten. Dadurch behalten unsere Jackfruit-Chips die qualitativen Eigenschaften des Originalprodukts.  Außerdem verwenden wir bei dieser Verarbeitung keinen Tropfen Palmöl. Palmöl-Monokulturen tragen momentan immens zur Abholzung der Regenwälder von Sumatra, Borneo und zunehmend Papua bei. Damit will Lotao nichts zu tun haben, weswegen Palmöl in keinem unserer Produkte zu finden ist.


Jackfruit in Indonesien – Mehr als nur Obst


Glaube und Aberglaube in Java und Nusa Tenggara

Wie viele Aspekte des Lebens in Indonesien, ist auch der Jackfruit-Baum Bestandteil diverser Mythen und Aberglauben. Auf Java pflanzen viele Haushalte einen Jackfruit-Baum vor ihrem Haus, um gutmütige, schützende Geister anzulocken. Man glaubt, der große Schatten des Baumes sei ein bequemer Versammlungsplatz für die Geister. In Nusa Tenggara (Inselgruppe in Ostindonesien) glaubt man eher das Gegenteil. Hier wird ein Jackfruit-Baum gepflanzt um die bösen Geister fernzuhalten.
Was alle Mythen jedoch verbindet ist, dass der Jackfruit-Baum als sichere Anlage gesehen wird, welche für spirituelle und wirtschaftliche Sicherheit sorgt. Das harte Holz des Jackfruit-Baumes ist auch kulturell relevant. Aus ihm werden die Trommeln für Gamelans geschnitzt. Ein traditionelles javanisches und balinesisches Musikinstrument.


Kota Gudeg – Die kulinarische Identität einer javanischen Großstadt

Banjarnegara, der Herkunftsort unserer Bio-Chips, ist in Bezug auf Jackfruit besonders relevant. Hier wird der Großteil an Jackfruit für das Sultanat von Yogyakarta angebaut. Yogyakarta ist eine einzigartige Region mit autonomer Regierung.  Die Stadt Yogyakarta hat viele Nicknamen. Sie wird oft Student City genannt, da sie dank ihrer renomierten Universitäten, vielen Studenten ein Zuhause bietet. Ein weiterer beliebter Nickname der Stadt ist Kota Gudeg oder Gudeg City. Diesen Nicknamen stammt von einer beliebten traditionellen Köstlichkeit namens Gudeg: Eine junge Jackfruit wird für mehrere Stunden zusammen mit Kokosmilch und Palmzucker gegart. Dann wird sie traditionellerweiser mit Reis, Knoblauch, Schalotten, Kerzennüssen, Koriandersamen, Lorbeerblättern, und Teak-Blättern serviert. Während oft auch ein Huhn, Ei oder Rinderhaut auf den Teller gelegt wird, ist die basische vegane Version als deftige und herzhafte Mahlzeit sehr begehrt. Die Nachfrage nach Gudeg ist immens. In der Stadt befindet sich auch eine Straße, welche links und rechts mit Restaurants und Streetfood-Ständen besetzt ist, die sich nur auf Gudeg spezialisieren. Läuft ihnen beim Lesen schon das Wasser im Mund zusammen? Dann besorgen Sie sich doch die oben genannten Zutaten, sowie Lotaos Kokosblütenzucker und Natur-Jackfruit, und legen Sie los! Es ist ein Gericht wie kein zweites.


Jackfruit in Indien


Ein industrielles Schweizer Messer

Wie in Indonesien, hat auch in Indien der Anbau und Konsum von Jackfruit eine lange Geschichte. Dadurch ist sie auch in Indien Grundbaustein vieler Mythen und regionaler Delikatessen. Die vegetarische, indische Küche und Jackfruit passen zu jeder Tageszeit zusammen.  Zum Beispiel: Idlis, ein traditionell südindisches Frühstücksgericht, bei dem Jackfruit und Reis in Jackfruitblättern gedämpft werden. Für ein wärmendes Abendessen, werden diverse Gemüse- und Linsencurrys gerne mit Jackfruit aufgepeppt. Neben ihres wohlschmeckenden Fruchtfleisches, profitiert Indien auch vom robusten und termitenfesten Holz des Jackfruit-Baums. Das goldgelbe Material wird beim Aausbau sowie bei der Fertigung qualitativer Möbeln eingesetzt.


Vom heiligen Jackfruitbaum in Manipur zum weltweiten Exportschlager

Eine sensationelle archäologische Entdeckung zeigte, dass die Jackfruit schon vor ca. 3000 bis 6000 Jahre in Indien kultiviert wurde. Heutzutage brüstet sich Indien als größter Jackfruitproduzent weltweit. Allein 2017 wurden über 1.4 Millionen Tonnen produziert. Indien ist sichtlich stolz auf die florierende heimische Jackfruit-Industrie, da Provinzen wie Tamil Nadu und Kerala die Jackfruit als offizielle Staatsfrucht anerkannt haben. Letztere gerade erst im März 2018. Die kulturelle inhärente Wertschätzung des Jackfruitbaumes existiert schon lange, wie sich anhand des heiligen Jackfruitbaums von Manipur zeigen lässt. Der urtümliche Standort dieses Baumes wurde als historische Stätte deklariert. Der Legende nach hatte, der im 18. Jahrhundert regierende König von Manipur, Rajarshi Chandra einen Traum in dem ihm Krishna begegnete. Krishna befahl ihm, sieben Bilder von sich aus dem Holz des Jackfruitbaumes zu schnitzen. Es dauerte drei Jahre diese  Bilder zu schnitzen und heute können sie in diversen Tempeln nahe Manipurs besichtigt werden.

Diese jahrtausendalte Tradition der indischen Jackfruit wird von Lotao beherzigt. Lotao bezieht ihre Tender-Jackfruit von nordindischen Bauernkooperativen, wo die Frucht noch per Hand geerntet wird. Ebenso wie unsere indonesische Quelle, ist auch diese indische Kooperative mit Bio-Gütesiegel der EU und USDA ausgezeichnet. Außerdem wird die Kooperative durch ein Entwicklungsprojekt der EU unterstüzt. Bei diesem Projekt wirkt Lotao aktiv mit, und strebt nach einer nachhaltigen Professionalisierung der regionalen Jackfruitproduktion. Junge Bauern werden kostenfrei ausgebildet und bekommen junge Jackfruitbäume zur Verfügung gestellt.  Das Ziel dieser Initiative ist es, die nachhaltige, biologische Landwirtschaft zu fördern und somit dem potenziellen Elend durch Monokulturen entgegenzulenken. Bei dieser Mischkultur gedeihen andere regionale Nutzpflanzen im Einklang mit der Jackfruit wie z.b.  Teekräuter (Pfefferminze, Verbena, Rosenbüsche etc.), Vanilleorchideen, und Moringabäume.


  • Traditionsfruch aus Südostasien
  • vielseitig verwendbar
  • ideal für vegane Ernährung
  • Tolle Fleischalternative
  • Kalorienarm & Fettarm