Interview mit Expertin Frau Prof. Dr. Dagmar Braun Naschen erlaubt – Reissüße & Co ersetzen Haushaltszucker


In Zeiten von Healthy Hedonism und Clean Eating empfehlen immer mehr Experten den Verzicht auf raffinierten Zucker. Für Naschkatzen, die nicht auf Süßes verzichten, aber Kalorien sparen oder einfach nur den Zucker im Alltag reduzieren wollen, gibt es inzwischen viele Alternativen zum klassischen Zucker. Doch sind Zuckeralternativen wirklich gesünder für uns Menschen? Worauf muss man beim Kauf achten? Und welche Alternative eignet sich für wen am besten? Im Interview mit Gesundheitsökonomin und Medizinerin Prof. Dr. Braun klärt Lotao die wichtigsten Verbraucherfragen rund um das Thema Zuckeralternativen.
 
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt maximal 50 Gramm Zucker pro Tag zu sich zu nehmen, das sind ca. 12 Teelöffel. Können Sie diese Aussage unterstützen?
Prof. Dr. Dagmar Braun: Das ist meiner Meinung nach sogar zu viel, wird aber leider schnell erreicht. Lebensmittel wie Süßigkeiten, Erfrischungsgetränke oder Fertiggerichte sind voller Zucker. Wenn man auf diese Dinge verzichtet, sie reduziert oder den Haushaltszucker ersetzt, liegt man wieder deutlich unter den empfohlenen 50 Gramm.
 
Sowohl in den Medien als auch in der Wissenschaft wird vor den gesundheitlichen Risiken von Haushaltszucker gewarnt. Er schade der Gesundheit, erhöhe das Krebsrisiko usw. Was genau ist an Haushaltszucker so ungesund?
Prof. Dr. Braun: Haushaltszucker besteht aus Glucose und Fructose, letzterer wird über die Leber verstoffwechselt. Bei übermäßigem Zuckerverzehr wandelt die Leber die Fruktose in Fett um, welches bei Einlagerung zu Organverfettung führen kann. Die Glucose hingegen geht ins Blut und wird mit Hilfe des Hormons Insulin verwertet. Gerät unser Zucker- und Insulinhaushalt außer Kontrolle, kann Übergewicht und Fettleibigkeit entstehen. Das wiederum kann zu Folgeerkrankungen, wie Diabetes, Herz-und Gefäßerkrankungen oder Krebs führen. Jedoch spielen neben dem Zuckerkonsum auch weitere Faktoren wie Ernährungs- und Sportgewohnheiten eine Rolle. Ich würde also behaupten: Die Dosis macht das Gift. Ein bisschen Naschen ist natürlich erlaubt, aber im Hinblick auf die möglichen Folgen sollte ein übermäßiger Verzehr vermieden werden.
 
Inzwischen gibt es viele Alternativen zu raffiniertem Zucker. Worauf muss man beim Kauf von Zuckeralternativen achten?
Prof. Dr. Braun: Beim Kauf würde ich immer darauf achten, zu welchem Zweck der Zucker eingesetzt wird. Ob als Geschmackskomponente, um Intoleranzen zu vermeiden oder um den Zuckerkonsum zu verringern, jede Zuckeralternative bietet eine entsprechende Lösung. Reiszucker (z.B. Rice Kiss von Lotao) ist die allergiearme Variante zu herkömmlichem Haushaltszucker. Er ist von Natur aus gluten- und laktosefrei sowie vegan und enthält keine Fructose und eignet sich daher ausgezeichnet für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. Agavenzucker hingegen besteht größtenteils aus Fructose und Glucose, ist also für Menschen mit Fructoseintoleranz nicht geeignet. Durch seinen, trotz hoher Süßkraft, niedrigen glykämischen Index hat der Genuss von Agavenzucker kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel wodurch er in der richtigen Dosierung eine gute Alternative für Diabetiker darstellt.
 
Kokosblütenzucker ist aktuell DIE Trendsüße bei ernährungsbewussten Foodies und beliebt für Clean Eating. Kann Kokosblütenzucker als empfehlenswertes Süßungsmittel eingestuft werden? Was macht den Zucker so besonders und beliebt?
Prof. Dr. Braun: Kokosblütenzucker kann ich sehr empfehlen. Anders als erwartet schmeckt er kaumnach Kokosnuss, sondern überzeugt mit einem feinen, würzigen Karamell-Aroma. Besonders beliebt ist der Zucker wegen seiner vielfältigen Einsetzbarkeit. Er eignet sich nicht nur ideal zum Backen oder Süßen von Kaffee und Tee, sondern kann auch zum Würzen feiner Saucen oder Suppen verwendet werden. Auch beim Braten von Fisch und Fleisch verstärkt der Kokosblütenzucker auf natürliche Weise den Eigengeschmack des Gerichts und rundet so jede Mahlzeit aromatisch ab.
 
Im Vergleich zu vielen anderen Anbietern, bietet die Marke Lotao pulverisierte Zuckeralternativen aus Agave oder Reis an. Gibt es neben der leichteren Dosierung weitere Vorteile gegenüber Zuckersirupen und Dicksäften?
Prof. Dr. Braun: Die Haltbarkeit ist ein entscheidender Punkt. Trockene Produkte sind länger lagerfähig. Zudem unterscheiden sich die Pulver strukturell von den flüssigen Zuckeralternativen und bieten daher die Möglichkeit entsprechend der Rezeptur und Dosierungsanleitung eingesetzt zu werden. Setzt man flüssige Süße zum Backen ein, wirkt sich das, aus meinen Erfahrungen, anders auf die Konsistenz des Kuchenteigs aus als eine pulverförmige. Pulverisierte Zuckeralternativen helfen genügend „Körper“ für den Teig zu erzeugen.
 
Eignen sich Zuckeralternativen generell zum Backen? Kann man raffinierten Zucker in einem Rezept 1:1 durch Zuckeralternativen ersetzen?
Prof. Dr. Braun: Absolut, sie geben dem Gebäck teilweise sogar einen charakteristischen Geschmack. Verwendet man pulverisierte Zuckeralternativen kann der Haushaltszucker 1:1 ersetzt werden. Bei höherer Süßkraft kann mengenmäßig auch weniger eingesetzt werden. Hier eignet sich gemahlener Agavenzucker zum Süßen von Backwaren.
 
Welche Zuckeralternativen eignen sich am besten für Kleinkinder?
Prof. Dr. Braun: Generell plädiere ich für einen eingeschränkten Zuckerkonsum bei Kleinkindern. Leider ist häufig in Nahrungsmitteln und Getränken für Säuglinge und Kleinkinder sehr viel Zucker enthalten. Familien, die den herkömmlichen Haushaltszucker ersetzen möchten, greifen am besten auf Alternativen wie Kokosblüten-, Agaven- oder Reiszucker zurück. Durch seine hohe Süßkraft kann der Zuckerkonsum des Kindes mit Agavenzucker sogar deutlich verringert werden.
 
Haushaltszucker liefert viel Energie (Kalorien), aber wenige wichtige Nährstoffe. Enthalten Zuckeralternativen auch sogenannte „leere“ Kalorien?
Prof. Dr. Braun: Einige Zuckeralternativen enthalten im Vergleich zu Haushaltszucker wichtige Mineralien und Nährstoffe. Agavenzucker weist beispielsweise einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen wie Beta-Carotin auf. Darüber hinaus enthält er Spurenelemente wie Zink, Eisen, Mangan, Kupfer und Selen. Kokosblütenzucker weist ebenfalls viele Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren auf. Hier sind vor allem der Gehalt an Kalium, Phosphor und Zink zu erwähnen. Auch die für uns Menschen essenziellen Vitamine der Gruppe B und Vitamin C sowie wertvolle Aminosäuren, wie z.B. Glutamin sind in Kokosblütenzucker zu finden.
 
Es kann passieren, dass sich der Körper an den süßen Geschmack gewöhnt und eine regelrechte Sucht entwickelt. Können Zuckeralternativen hier Abhilfe schaffen?
Prof. Dr. Braun: Wer tatsächlich süchtig nach Zucker ist und seine Sucht langfristig bekämpfen will, sollte auch auf Zuckeralternativen verzichten. Auch diese vermitteln ein Süßgefühl und das Problem wird damit nur umgangen. Besser als Zucker sind die Zuckeralternativen natürlich trotzdem. Im Notfall sollte man daher auf Zuckeralternativen wie Kokosblütenzucker und Reissüße zurückgreifen, die den Blutzucker langsamer steigen lassen. So kann auch die Süßhungerattacke langsam abschwächen.
 
Vita der Lotao-Expertin Prof. Dr. Dagmar Braun
Prof. Dr. Dagmar Braun ist Geschäftsführerin der Braun-Gruppe, einem der großen mittelständischen Unternehmen in Vorpommern, zu dem unter anderem die Marke Lotao gehört. Die studierte Medizinerin lehrt seit 2014 Gesundheitsökonomie an der Hochschule Fresenius.

Über die LPP Lotao Pack- und Produktions GmbH
Die LPP Lotao Pack- und Produktions GmbH mit Sitz in Berlin wurde als Lotao GmbH 2011 von Stefan Fak gegründet. Das Unternehmen widmet sich erlesenen, asiatischen Spezialitäten vorwiegend in Bio-Qualität und vertreibt diese auf dem europäischen Feinkost- und Biomarkt. Neben der Reislinie „Lotao Deli“ zählen auch Produkte aus Kokos oder Zucker zum außergewöhnlichen Sortiment. Mit der auf Jackfruit basierenden Produktreihe „Lotao Green“ erobert Lotao zudem den Markt der Fleischersatz-Produkte. Weitere Infos unter www.lotao.com

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E-Mail: stefan.fak@lotao.com

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