Lotao schließt EU-gefördertes Entwicklungsprojekt für biologischen und nachhaltigen Jackfruit-Anbau von Kleinbauern in Indien erfolgreich ab

Lotao schließt EU-gefördertes Entwicklungsprojekt für biologischen und nachhaltigen Jackfruit-Anbau von Kleinbauern in Indien erfolgreich ab

Lotao produziert und vertreibt seit mittlerweile 10 Jahren exotische und nachhaltig angebaute Lebensmittel aus Asien. Das Sortiment umfasst neben ausgefallenen BioReisspezialitäten, Bio-Zuckerspezialitäten und Snacks auch ein einzigartiges Angebot an Jackfruit-Produkten. Lotao Gründer Stefan Fak erkannte früh das Potenzial der Baumfrucht aus Indien: durch die fleischähnliche Textur, die guten Nährwerte und weil die Power-Frucht Gewürze und Aromen leicht absorbiert, dient sie als optimaler Fleischersatz beim Kochen. Da die Jackfruit traditionell in Indien noch als ‚Frucht der armen Leute‘ gesehen wird, gab es bisher keinen strukturierten Anbau und nur wenige Bäume, in erster Linie für den Eigenbedarf. Lotao setzte sich vor gut einem Jahr das Ziel, eine umweltfreundliche und sozial verantwortliche Lieferkette für die Produktion von einheitlichen, bio-zertifizierten und qualitativ hochwertigen Jackfruits von Kleinbauern in Indien aufzubauen. Und das mit Erfolg: Insgesamt wurden bis dato 15.000 Bäumen zur Anpflanzung verteilt, 103 der involvierten Jackfruit-Farmer Bio-zertifiziert, 346 Farmer über den Bio-Anbau geschult und Verteilzentren sowie neue Kühllager zur Lagerung sowie besseren Logistik eingerichtet. Die Anzahl der Jackfruit-Farmer in der Kooperative ist von 80 auf 139 gestiegen, der Verkauf stieg um 50%. Unterstützt und umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sowie einer Agrarstiftung in Bangalore. Ausgerichtet ist das Projekt auf alle an der Kooperative teilnehmenden Kleinbauern, welche von nun an die stetige Jackfruit Nachfrage mit neuen Arbeitsmitteln effizient und konkurrenzfähig bedienen können.

Seit der Gründung von Lotao im Jahr 2010 legt das Unternehmen besonderen Wert auf transparente Lieferketten sowie fair und nachhaltig produzierte Lebensmittel. Insbesondere der Umgang und die enge Beziehung zu den FarmerInnen steht dabei an erster Stelle. Das umfangreiche Exotik-Sortiment schlägt seither eine kulinarische Brücke zwischen Asien und Europa und ermöglicht einen einfachen Zugang zu hierzulande noch kaum bekannten Produkten. Die umfangreiche und sich stetig erweiternde Jackfruit-Produktreihe ‚Lotao Green‘ zeigt die Anwendungsvielfalt der Powerfrucht, ermöglicht eine unkomplizierte Zubereitung und somit auch eine möglichst 

einfache Integration in den Alltag. So gibt es neben Jackfruit Natur auch fertige Currys, Chips oder Snackpots – Heißwasser drauf und fertig!

Da die Jackfruit in Indien bisher eher als ‚Frucht der armen Leute‘ gesehen wird, haben die Bauern meist nur wenige Bäume angepflanzt und die Früchte werden in erster Linie verwendet, um den Eigenbedarf zu decken. Die Wertschöpfungskette zeichnete sich zudem durch ein unorganisiertes Angebot, uneinheitliche Qualität, große, genetische Variationen in halbwilden Baumpopulationen und die noch nicht erkannte Verwendungsvielfalt des vorgeschnittenen Gemüses aus. Auch ist der Jackfruitabfall eine bisher kaum erkannte reichhaltige, erschwingliche Zutat für Tierfutter und eine Schlüsselzutat für den Kompost. Um das große Potenzial der Frucht nachhaltig zu nutzen und um die Bauern vor Ort zu unterstützen, hat sich Lotao 2019 zur Aufgabe gemacht, die Produktion zu vereinheitlichen und eine umweltfreundliche und sozial verantwortliche Lieferkette aufzubauen.

In Zusammenarbeit mit einer familienbetriebenen Agrarstiftung in Bangolore in Indien, entwickelte Lotao einen Geschäftsplan für die neue Jackfruit-Lieferkette. Seit 2005 beliefern die teilnehmenden 1.200 Kleinbauern die Kooperative mit landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und Gewürzen, welche diese wiederum verarbeitet und an den Inlandsund Exportmarkt verkauft. Die Laufzeit des Projekts endet im Januar 2021 und schon jetzt ist der Erfolg sichtbar. So wurde ein Manager eingestellt, der Schulungen und Beratungen zum biologischen Landbau anbietet und die Verwaltung organisiert. Insgesamt 103 Farmerinnen und Farmer erhielten bereits eine Bio-Zertifizierung, es wurden drei Verteilerzentren zur Verbesserung der Logistik sowie eine neue Jackfruit Verarbeitungslinie eingerichtet, um eine schnellere und einfachere Verarbeitung der Früchte zu gewährleisten. Zudem wurden 346 Farmer in sechs Gebieten über den BioAnbau geschult. Die Anzahl der Farmer, die ihre Früchte an die Kooperative verkaufen, ist von 80 auf 139 gestiegen. Der Absatz stieg um 50%. Darüber hinaus investierte Lotao in lokale Baumschulen um 15.000 Setzlinge ausgewählter Sorten zu produzieren. Diese wurden zur Förderung der Farmer verteilt und um die Erntemengen in den kommenden zwei bis fünf Jahren zu sichern. Die Logistik-, Lager- und Produktionsräume werden von nun an von der Kooperative weitergeführt und ausgebaut. So hat Lotao es geschafft den Bauen nachhaltig den Zugang zu neuen Anbaumethoden zu ermöglichen, um von nun an effizient und konkurrenzfähig die steigende Nachfrage bedienen zu können.

„Das Entwicklungshilfeprojekt ist eine starke Maßnahme, die uns als Partner mit den Bauern und der Kooperative vor Ort verbindet. Die Auswirkungen vom Projekt sind sehr facettiert, zum einen bekommen die Farmer eine Chance auf neue Arbeitsplätze und bessere Arbeitsbedingungen, zum anderen wird die Umwelt langfristig profitieren“ erklärt Pavel Petrov, Leiter Entwicklungsprojekt und Finanzen & Controlling von Lotao. „Für mich persönlich ist die Arbeit an dem Projekt eine Herzensangelegenheit, weil man vor allem echte Menschen und nicht nur die bloße Statistik kennenlernt und gemeinsam mit ihnen Gutes tut.“