Wie kommt die Jackfruit vom indischen Farmer Ganesh in den veganen Burger in Berlin-Mitte?

Eine Reise im Rahmen des KfW-geförderten Projekts „Sustainable Sourcing of Jackfruit from India“

Berlin/Gollarahosalli, 09.Juli 2019. Tropische Hitze liegt über den üppigen Pflanzungen des Farmlandes von Ganesh K.H. nahe dem kleinen Dorf Gollarahosall im Bundesstaat Karnataka in Südwestindien. Der diplomierte Landwirt ist in dieser Region aufgewachsen und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in einem kleinen Farmhaus, zu dem zirka fünf Hektar landwirtschaftlicher Fläche gehören.

Organisch aus Überzeugung
Ganesh prüft an diesem Morgen die Früchte seiner Jackfruit-Bäume, die an verschiedenen Stellen seines Farmlandes wachsen. Die sukzessive Ernte der unreifen Früchte läuft bereits seit einigen Wochen. Von Juli bis August setzt in der Regel der Reifeprozess ein und die letzte Erntephase beginnt. Die Jackfruit-Bäume des ambitionierten Biofarmers beanspruchen insgesamt ungefähr einen Hektar Fläche und erzeugen jährlich bis zu 70 Tonnen Früchte. Seitdem Ganesh an dem deutschen Entwicklungsprojekt „Sustainable Sourcing of Jackfruit from India“ teilnimmt, erntet er den größten Teil seiner Früchte schon vor der Reife, denn die Nachfrage aus Europa nach der jungen Jackfruit als Fleischersatz wächst.

Jackfruit unterstützt nachhaltige Landwirtschaft
Ganesh hat als diplomierter Landwirt bereits vor 15 Jahren begonnen, seine Farm organisch zu bewirtschaften, seit 10 Jahren ist er zertifizierter Biofarmer. „Zu dem Wechsel von konventioneller Landwirtschaft zu organischem Anbau haben mich – neben der Kostenersparnis – vor allem die umwelt- und gesundheitsschonenden Aspekte motiviert“, erklärt Ganesh. Er möchte mit der pestizidfreien Bewirtschaftung bei nachhaltiger Bewässerung vor allem die Artenvielfalt auf seinem Farmland erhalten und erweitern. Wie die meisten Biofarmer in seiner Region baut er in erster Linie Jackfruit, Betelnusspalmen, Kokosnuss, Pfeffer, Moringa, Kurkuma, Reis, Feldminze, Ingwer, Vanille und Zimt biologisch an.

Im Rahmen des Projektes plant er nun, weitere Jackfruitbäume in sein Anbaukonzept zu integrieren, denn neben der reichen Ernte und dem zusätzlichen Gewinn bietet der Jackfruitbaum durch seine Größe und den Reichtum an überschüssigen Erntekomponenten aus dem üppigen, gehaltvollen Blattwerk Kompost und Dünger für den Ackerboden sowie Nahrung für die Tiere, die er primär zum Eigenbedarf seiner Familie hält. Außerdem bieten die robusten Bäume einen optimalen Schutz vor Wind von Starkregen für die kleineren, empfindlicheren Pflanzen. Ganesh freut sich über die hohe Nachfrage: „Früher ist der Großteil der Jackfruitfrüchte auf dem Feld verfault, weil sich kaum jemand für die Frucht interessiert hat.“ Tatsächlich sind bis zu 80 Prozent der gesamten Jackfruit-Ernte vor dem Projekt in Ganesh‘ Region auf dem Müll gelandet, jetzt sind es nur noch 2 bis 3 Prozent.

Über die LPP Lotao Pack- und Produktions GmbH
Die LPP Lotao Pack- und Produktions GmbH mit Sitz in Berlin wurde als Lotao GmbH 2011 von Stefan Fak gegründet. Das Unternehmen widmet sich erlesenen, asiatischen Spezialitäten vorwiegend in Bio-Qualität und vertreibt diese auf dem europäischen Feinkost- und Biomarkt. Neben der Reislinie „Lotao Deli“ zählen auch Produkte aus Kokos oder Zucker zum außergewöhnlichen Sortiment. Mit der auf Jackfruit basierenden Produktreihe „Lotao Green“ erobert Lotao nun den Markt der Fleischersatz-Produkte. Weitere Infos unter www.lotao.com.

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